Sonntag, 7. November 2010

Wie gehts weiter, Janet?
 Soap-Lyrik von Hans Bruncken

1. Folge:

Jetzt klebte Janet fest an der harten und tief gefrorenen Felswand. Der erbarmungslose Wind krallte sich in dieser schwindelnden Höhe von 2358 müN wie ein wildes Tier in ihre für eine solche Bergtour ungenügende Kleidung. 
"Ich werde hier anfrieren und und man wird mich in hundert Jahren hier vielleicht konserviert finden! Scheiße!" Sie wunderte sich, dass sie nicht panikte. Sie hatte keine Angst und das ängstigte sie dennoch. Sie fühlte sich ruhig und sicher, obwohl unter ihr der neblige und eiskalte Abgrund so tief auf sie harrte, dass sie ihren möglichen tief unter ihr liegenden felsigen Aufschlagort nicht sehen konnte.
"Wenn morgen die Sonne scheint und den Fels wärmt, dann wird die Hand frei und ich werde runter fallen! Aber bis dahin bin ich in dieser Nacht erfroren! Wie bin ich denn nur in diese Scheiße geraten?"
Ganz einfach, sie hatte eine Abkürzung nehmen wollen. Weil es dunkler wurde und nebliger und sie schnell wieder in die warme, kuschlige vom offenen Holzfeuer gewärmte Berghütte zurück wollte. Warum war Ken auch nicht gekommen? Sie wollten sich doch schon gestern in "ihrer" Hütte getroffen haben. Aber er war nicht gekommen und so musste sie einfach auf eigener Faust Erkundigungsausflüge machen. Zu Fuß und ohne Kletterschuhe. Und dann war es höher und höher gegangen in nicht enden wollenden Serpentinen, die nur aus tiefer getretenen Geröllsteinen bestanden und da dachte sie, blond wie sie war und blauäugig, sie könnte auf dem Weg zurück diese dummen Serpentinen einfach umgehen und direkt nach unter gelangen. Ken hatte Schuld, das war ihr klar.
Aber dass sie jetzt an einer grauen, unbeobachteten Felswand fest geeist bald erfrieren würde, dass hatte sie sich weder erwünscht noch gedacht. Niemand, der ihr Leiden sehen konnte. Das schmerzte sie tief. Sterben ohne Bühne, das war für eine Opernsängerin das schlimmste. Und Janet sang Sopran! 
Sie spürte ihren Körper schon seit einiger Zeit nicht mehr. Er war irgendwie schon tot. Es waren spitze, eiskalte Dolche von allen Seiten auf sie eingedrungen, angetrieben von dem grauenvollen Wind und diese Dolche hatten sie ganz einfach von ihrem Körper getrennt. Sie war eigentlich schon jetzt nur noch Geist, denkender Geist, sich erinnernder Geist, voller tiefem Ärger über Ken, der nicht gekommen war, und der so ihren Tod verschuldet hatte.
Kann Janet überhaupt gerettet werden? 
Das lesen Sie in der nächsten Folge: Ken und die Qualen des Todes!


13 Kommentare:

  1. Da bin ich jetzt "Fan von"!
    OH Gott, dieses Drama, diese Spannung, diese Konflikte,
    wie es wohl nur weiter geht?

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  2. es sollte alles in einem grossen Orgasmus münden...!...;-)

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  3. Ja - Wortzapping macht süchtig, Wortzapping macht durstig ... Was ist mit Ken? O Gott - der Name macht schon eine Gedankenspinneritis..... Geile Soap!

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  4. Kann Janet überhaupt noch gerettet werden? Und wenn ja, warum? Und wenn sie dann gerettet wurden würde, was hatte dann der süße Busfahrer damit zu tun, welcher sie gestern so nett angelächelt hatte? Fragen über Fragen ...

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  5. Wo Janet doch so schwere Zeiten hinter sich hatte. Ihr Lehrmeister Hansibru hatte sie vor 4 Monaten nach Kolonia gesendet, damit sie dort Dekoration lehrte. Ohne einen Pfennig Geld hatte sie dort begonnen. Für 4 Wochen nahm sie keine Hilfe an und hungerte, fror und lehrte. Dann am 11.11. um 11.11 Uhr hatte sie das Dekorationskonzept stadtweit etabliert. Alle machten mit - den ganzne Winter lang.

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  6. Ja, es ist kaum auszuhalten. Ich empfehle starkes Valium.
    Sicher wird es in einem großem Orgasmus enden aber nicht so schnell. Wir wollen doch was davon haben!
    Und was den geheimnisvollen Busfahrer angeht, das werden wir noch sehen!
    Und was die Dekoration angeht: Janet ist es immer nur um Inhalte und innere Werte gegangen!

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  7. Wir hören ja garnichts mehr von ihr, um Himmels Willen, sie wird doch wohl nicht wirklich abgestürzt sein???

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  8. Das mit nur den inneren Werten kommt von Kardinal Meißner, der dann an einem Februar Mittwoch der tollen Dekoration ein Ende bereiten wird.
    Janet steht weit über dieser Tatsache.

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  9. Das mit der steilen Kletterwand kommt allein von Hansibru, der hier natürlich wieder nicht genannt werden möchte.

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  10. Die arme hängt jetzt schon ein paar Tage in den Felsen. Das kann sie nicht überleben, wenn nicht ...

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  11. Hansibru dachte sich, gehe ich doch mal auf die Alm.
    Da sieht er Janet 5 Meter über dem Boden in eine Felswand gekrallt.
    Da Janet kurzsichtig ist und der Nebel bisher den Blick nach unten versperrte, dachte sie, sie hänge in einer hohen Felsenwand.
    Hansibru dachte aber nicht daren Janet aufzuklären.
    Er war so einfersüchtig auf den lieben Kent.

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  12. Sach ma, ich krieg das nicht hin. Wie kommt man direkt zum neuesten Eintrag? Hiiiiiillfeeee ....

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  13. Zu Folge 8:
    Wenn das, in ca. 2 Jahren, verfilmt wird, müssen aber ein paar Stellen in Amerika rausgeschnitten werden ... Vielleicht direkt eine Soft-Version mitliefern. Z. B.: Das Bambi stieß ihn im Käfig mit seinem putzigen Hufen an und schnüffelte ihm unschuldig zwischen den Beinen ...

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